{"id":86,"date":"2026-06-19T22:16:35","date_gmt":"2026-06-19T20:16:35","guid":{"rendered":"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/?p=86"},"modified":"2026-07-16T20:08:29","modified_gmt":"2026-07-16T18:08:29","slug":"journalist-als-beruf","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/journalist-als-beruf\/","title":{"rendered":"Zukunft von ARD und ZDF: Wo die Reformen ansetzen m\u00fcssen\u00a0"},"content":{"rendered":"<aside class=\"block-info-box block-info-box--purple\">\n    \n    <div class=\"block-info-box__body\">\n                    <h3 class=\"block-info-box__title\">Prof. Dr. Annika Sehl<\/h3>\n                                    <div class=\"block-info-box__text\">\n                <p>Prof. Dr. Annika Sehl ist eine deutsche Kommunikationswissenschaftlerin und Professorin f\u00fcr Journalistik an der Katholischen Universit\u00e4t Eichst\u00e4tt-Ingolstadt. Sie erforscht vor allem den digitalen Wandel des Journalismus, die Zukunft \u00f6ffentlich-rechtlicher Medien sowie den Einfluss von Desinformation auf die Demokratie.<\/p>\n            <\/div>\n            <\/div>\n<\/aside>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Frau Prof. Dr. Sehl, wenn wir \u00fcber die Zukunft des Journalismus sprechen, sehen wir uns mit rasanten Entwicklungen konfrontiert. Wenn Sie auf die Medienlandschaft der n\u00e4chsten zehn Jahre blicken, welche strukturellen Ver\u00e4nderungen im Journalismus sch\u00e4tzen Sie als die radikalste ein?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\"><strong>Prof. Dr. Annika Sehl:<\/strong><\/mark> Niemand kann die Zukunft genau vorhersagen. Doch bereits heute zeichnet sich ab, dass K\u00fcnstliche Intelligenz den Journalismus grundlegend ver\u00e4ndern k\u00f6nnte. Ihr Einfluss reicht \u00fcber den gesamten Produktionsprozess \u2013 von der Themenfindung und Recherche \u00fcber die Erstellung von Inhalten bis hin zur personalisierten Verbreitung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Das Publikum ist heute kein reiner Empf\u00e4nger mehr, sondern agiert in einer Wechselwirkung. Wie muss sich das journalistische Selbstverst\u00e4ndnis ver\u00e4ndern, um dieser neuen Rolle des Publikums gerecht zu werden?<br><\/p>\n\n\n<aside class=\"block-info-box block-info-box--purple\">\n    \n    <div class=\"block-info-box__body\">\n                    <h3 class=\"block-info-box__title\">Der Reformstaatsvertrag<\/h3>\n                                    <div class=\"block-info-box__text\">\n                <p>Der Reformstaatsvertrag ist ein Beschluss der Bundesl\u00e4nder, um ARD und ZDF grundlegend zu modernisieren und Kosten zu sparen. Dazu werden einige kleinere TV- und Radiokan\u00e4le gestrichen oder ins Internet verlagert, Doppelstrukturen abgebaut und die Senderlandschaft verschlankt.<\/p>\n            <\/div>\n            <\/div>\n<\/aside>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\">Prof. Dr. Annika Sehl:<\/mark><\/strong> In den vergangenen Jahren hat die Partizipation des Publikums nach meiner Beobachtung wieder an Bedeutung gewonnen. Im Mittelpunkt steht heute vor allem der Dialog mit dem Publikum, oft au\u00dferhalb digitaler R\u00e4ume im direkten pers\u00f6nlichen Austausch. Diese Entwicklung ist folgerichtig. Journalismus muss seinen gesellschaftlichen Wert heute st\u00e4rker vermitteln, w\u00e4hrend gleichzeitig gesellschaftliche Polarisierungstendenzen zunehmen. Moderierte Diskussionen und der Dialog mit dem Publikum werden deshalb f\u00fcr Medienorganisationen immer wichtiger. F\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk ist dieser Dialog inzwischen sogar rechtlich verankert. Im Reformstaatsvertrag wurde der Dialog mit der Gesellschaft ausdr\u00fccklich festgeschrieben.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Sie waren Mitglied im Zukunftsrat. Welches ist aus Ihrer Sicht das dr\u00e4ngendste Problem, das die \u00f6ffentlich-rechtlichen Sender l\u00f6sen m\u00fcssen, um zukunftsf\u00e4hig zu bleiben?<\/p>\n\n\n<aside class=\"block-info-box block-info-box--purple\">\n    \n    <div class=\"block-info-box__body\">\n                    <h3 class=\"block-info-box__title\">Zukunftsrat<\/h3>\n                                    <div class=\"block-info-box__text\">\n                <p>Der Zukunftsrat war ein zeitlich befristetes Expertengremium, das im Auftrag der Bundesl\u00e4nder Reformvorschl\u00e4ge f\u00fcr die Zukunft von ARD und ZDF erarbeitet hat.<\/p>\n            <\/div>\n            <\/div>\n<\/aside>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\"><strong>Prof. Dr. Annika Sehl:<\/strong> <\/mark> Wir haben im Zukunftsrat gesagt: Die \u00d6ffentlich-Rechtlichen m\u00fcssen effizienter werden, digitaler werden und ihren Auftrag noch besser erf\u00fcllen. Beim Thema Effizienz ging es aus unserer Sicht vor allem darum, Mehrfachstrukturen abzubauen, vor allem in programmfernen Bereichen. Die st\u00e4rkere Ausrichtung auf digitale Angebote ist insbesondere wichtig, um j\u00fcngere Zielgruppen zu erreichen, die Medien heute \u00fcberwiegend digital nutzen. Zugleich ist sie eine grundlegende Voraussetzung f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks. Ebenso wichtig ist, dass die \u00f6ffentlich-rechtlichen Angebote den Auftrag \u00fcberzeugend erf\u00fcllen und sich dadurch klar von anderen Medienangeboten unterscheiden.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<div style=\"min-height:352px\" id=\"datawrapper-vis-s6cig\"><script type=\"text\/javascript\" defer src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/s6cig\/embed.js\" charset=\"utf-8\" data-target=\"#datawrapper-vis-s6cig\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/s6cig\/full.png\" alt=\"Lineare und non-lineare Nutzungsanteile Bewegtbild 2024 (Stacked Bars)\" \/><\/noscript><\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Da lineare Sender junge Zielgruppen kaum noch erreichen: \u00dcber welche digitalen Wege kann der \u00d6RR \u00fcberhaupt noch einen gemeinsamen gesellschaftlichen Raum f\u00fcr die junge Generation schaffen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\">Prof. Dr. Annika Sehl:<\/mark><\/strong> Verst\u00e4ndigung gelingt heute auch dann, wenn wir uns \u00fcber unterschiedliche Ausspielwege informieren \u2013 etwa \u00fcber Mediatheken, Nachrichten-Apps oder sogar die Social-Media-Kan\u00e4le von Nachrichtenangeboten. Entscheidend ist, dass wir gemeinsame Themen haben, \u00fcber die ein gesellschaftliches Gespr\u00e4ch m\u00f6glich ist und die gesellschaftliche Integration f\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Der \u00d6RR steht unter starkem Rechtfertigungsdruck. Wie m\u00fcsste ein zeitgem\u00e4\u00dfes Finanzierungsmodell aussehen, das sowohl die Unabh\u00e4ngigkeit sichert als auch die gesellschaftliche Akzeptanz erh\u00f6ht?<\/p>\n\n\n<aside class=\"block-info-box block-info-box--purple\">\n    \n    <div class=\"block-info-box__body\">\n                    <h3 class=\"block-info-box__title\">KEF-Modell<\/h3>\n                                    <div class=\"block-info-box__text\">\n                <p>Das KEF-Modell ist das gesetzliche Verfahren zur Festlegung des Rundfunkbeitrags f\u00fcr ARD, ZDF und Deutschlandradio. Eine unabh\u00e4ngige Expertenkommission (die KEF) pr\u00fcft dabei den angemeldeten Finanzbedarf der Sender auf Wirtschaftlichkeit und empfiehlt den Bundesl\u00e4ndern die konkrete Beitragsh\u00f6he.<\/p>\n            <\/div>\n            <\/div>\n<\/aside>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\">Prof. Dr. Annika Sehl:<\/mark><\/strong> Mit Blick auf die Finanzierung des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks gibt es in Deutschland die Haushaltsabgabe. Deren H\u00f6he wird von der unabh\u00e4ngigen Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) vorgeschlagen. Dieses Verfahren soll einerseits ein H\u00f6chstma\u00df an politischer Unabh\u00e4ngigkeit gew\u00e4hrleisten und andererseits sicherstellen, dass die Anstalten wirtschaftlich und sparsam arbeiten. Im Vergleich zu anderen Finanzierungsmodellen hat dieses System einige Vorteile. In manchen L\u00e4ndern wird der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk beispielsweise \u00fcber Steuermittel finanziert. Auch dort tragen die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger letztlich die Kosten, wenn auch weniger direkt wahrnehmbar. Gleichzeitig kann, je nach Ausgestaltung des Systems, das Risiko politischer Einflussnahme \u00fcber die Finanzierung gr\u00f6\u00dfer sein. Die Haushaltsabgabe soll in Deutschland gerade dazu beitragen, die Staatsferne des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks zu sichern. Allerdings zeigt sich in den vergangenen Jahren, dass dieses Verfahren nicht mehr reibungslos funktioniert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zudem wissen wir, dass die Nutzung der Angebote und die wahrgenommene Qualit\u00e4t einen positiven Einfluss auf die Zahlungsbereitschaft der Bev\u00f6lkerung haben. Daraus ergibt sich eine klare Aufgabe f\u00fcr den \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk: Er muss effizient arbeiten, digital gut aufgestellt sein und seinen Auftrag \u00fcberzeugend erf\u00fcllen. Entscheidend ist, den Menschen Angebote zu machen, in denen sie sowohl einen pers\u00f6nlichen als auch einen gesellschaftlichen Mehrwert erkennen. Angebote, die sie gerne nutzen und auf die sie nicht verzichten m\u00f6chten.&nbsp;&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Wie kann sich der \u00f6ffentlich-rechtliche Journalismus im Netz klar von privaten Medien und globalen Plattformen abgrenzen, ohne an Relevanz zu verlieren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\">Prof. Dr. Annika Sehl:<\/mark><\/strong> Wesentlich ist, dass der \u00f6ffentlich-rechtliche Rundfunk gute Arbeit leistet und zugleich vermittelt, worin seine Leistungen bestehen. In einer Zeit zunehmender Polarisierungstendenzen und Desinformation kann er \u2013 sofern er das Vertrauen gro\u00dfer Teile der Bev\u00f6lkerung beh\u00e4lt \u2013 eine wichtige Orientierungsfunktion erf\u00fcllen: durch verl\u00e4ssliche Recherche, die Einordnung und \u00dcberpr\u00fcfung von Informationen, den Austausch unterschiedlicher Perspektiven sowie Angebote auf eigenen Plattformen, die nicht den Logiken kommerzieller Algorithmen folgen. Auch die Idee einer gemeinwohlorientierten Plattform als Alternative zu den kommerziellen Plattformen sind in diesem Zusammenhang ein Thema, das aktuell diskutiert wird.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\"><strong>einsteins:<\/strong><\/mark> Sie erw\u00e4hnen, dass konservativen Positionen im \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunk mitunter mehr Raum gegeben werden sollte. K\u00f6nnte man diesem Defizit gezielt durch mehr personelle Diversit\u00e4t begegnen, beispielsweise, indem man vermehrt Journalist*innen aus konservativen Milieus einstellt? Die empirische Medienforschung, wie die j\u00fcngste Journalismusbefragung der TU Dortmund oder fr\u00fchere surveys der Universit\u00e4t Hamburg, zeigt ja regelm\u00e4\u00dfig, dass konservative Werthaltungen im Berufsstand deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind. Auch ARD-interne Umfragen unter dem eigenen Nachwuchs best\u00e4tigen oft eine starke Tendenz nach links-gr\u00fcn.<\/p>\n\n\n\n<blockquote class=\"wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n<\/blockquote>\n\n\n\n<div style=\"min-height:428px\" id=\"datawrapper-vis-opu2f\"><script type=\"text\/javascript\" defer src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/opu2f\/embed.js\" charset=\"utf-8\" data-target=\"#datawrapper-vis-opu2f\"><\/script><noscript><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/datawrapper.dwcdn.net\/opu2f\/full.png\" alt=\"Medienvertrauen bei wichtigen Dingen (2008-2024) (Stacked Bars)\" \/><\/noscript><\/div>\n\n\n<figure class=\"pixel-quote pixel-quote--tail-left pixel-quote--purple\">\n    \n    <div class=\"pixel-quote__bubble\">\n        <blockquote class=\"pixel-quote__text\">\n            <p>\u201eTransparenz ist ohnehin wichtig, auch unabh\u00e4ngig von Fehlern. Sie tr\u00e4gt dazu bei, Journalismus nachvollziehbar zu gestalten.\u201c<\/p>\n        <\/blockquote>\n                    <figcaption class=\"pixel-quote__author\">Prof. Dr. Annika Sehl<\/figcaption>\n            <\/div>\n<\/figure>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\">Prof. Dr. Annika Sehl:<\/mark><\/strong> Eine Studie von Marcus Maurer und Kollegen an der Universit\u00e4t Mainz zeigt, dass die Behauptung, die Nachrichtenformate des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks seien im Vergleich zu anderen Medien besonders einseitig, insgesamt nicht zutrifft. An einzelnen Stellen wird allerdings angemahnt, konservativen und marktliberalen Positionen mehr Raum zu geben. Grunds\u00e4tzlich ist es aber wichtig, den Menschen zuzuh\u00f6ren, die teilweise auch sehr berechtigte Kritik \u00e4u\u00dfern, und mit ihnen in den Dialog zu treten. Wenn Fehler passieren, ist es wesentlich, diese einzugestehen, transparent aufzuarbeiten und gegebenenfalls Konsequenzen f\u00fcr das Qualit\u00e4tsmanagement zu ziehen.&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Kann man den Vorw\u00fcrfen einer Einseitigkeit des \u00d6RR durch eine Diversit\u00e4t entgegensetzen, in dem man gezielt Journalistinnen und Journalisten aus konservativen Milieus einzustellen?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\">Prof. Dr. Annika Sehl:<\/mark><\/strong> Man kann nicht zwangsl\u00e4ufig von den politischen Einstellungen von Journalistinnen und Journalisten auf die Berichterstattung schlie\u00dfen. Grunds\u00e4tzlich gilt jedoch, dass Diversit\u00e4t in Redaktionen, etwa hinsichtlich Alter, Geschlecht, Migrationshintergrund oder sozio\u00f6konomischer Herkunft, nicht immer in dem Ma\u00dfe vorhanden ist, wie es w\u00fcnschenswert w\u00e4re. Das kann dazu f\u00fchren, dass sich in Redaktionen zu schnell ein Konsens herausbildet und andere Perspektiven zu wenig ber\u00fccksichtigt werden. Deshalb ist es wichtig, eine Kultur der lebendigen Diskussion innerhalb der Redaktionen zu f\u00f6rdern und unterschiedliche Sichtweisen aktiv einzubeziehen. Ebenso wichtig ist es, dass Menschen mit unterschiedlichen Hintergr\u00fcnden den Journalismus als attraktiven Beruf wahrnehmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#BCB4FD\" class=\"has-inline-color has-background-color\">einsteins:<\/mark><\/strong> Wenn Sie die Zukunft des \u00f6ffentlich-rechtlichen Rundfunks in einem Satz zusammenfassen m\u00fcssten, wie w\u00fcrde dieser lauten?&nbsp;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong><mark style=\"background-color:#5BED9A\" class=\"has-inline-color has-background-color\">Prof. Dr. Annika Sehl:<\/mark><\/strong> Was ich mir w\u00fcnsche, ist, dass er auch k\u00fcnftig eine Relevanz f\u00fcr die breite Gesellschaft hat, weil \u00f6ffentlich-rechtliche Medien wesentlich zu einer demokratischen Gesellschaft beitragen k\u00f6nnen. Dazu ist Unabh\u00e4ngigkeit und Verl\u00e4sslichkeit wichtig und dass die \u00f6ffentlich-rechtlichen Medien gerne genutzt werden und damit individuellen wie gesellschaftlichen Mehrwert schaffen, wie auch immer das technisch k\u00fcnftig aussehen wird.\u00a0<\/p>\n\n\n<aside class=\"format-links format-links--purple\">\n            <h3 class=\"format-links__title\">Das k\u00f6nnte dich auch noch interessieren<\/h3>\n    \n    <div class=\"format-links__grid\">\n                    <a class=\"format-links__item\" href=\"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/?post_type=video&#038;p=17\">\n                                    <img decoding=\"async\" class=\"format-links__item__image\"\n                         src=\"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Berufe_Thumbnail_2026-300x169.jpg\" alt=\"\">\n                                <span class=\"format-links__item__text\">\n                                            <span class=\"format-links__item__kind\">Video<\/span>\n                                        Stirbt der Lokaljournalismus? Ein Portrait.                <\/span>\n            <\/a>\n                        <a class=\"format-links__item\" href=\"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/social-media-kategorie\/journalist-als-beruf\/\">\n                                    <img decoding=\"async\" class=\"format-links__item__image\"\n                         src=\"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Reel-Cover-1-169x300.png\" alt=\"\">\n                                <span class=\"format-links__item__text\">\n                                            <span class=\"format-links__item__kind\">Social Media<\/span>\n                                        A Day in the Life als Journalist                <\/span>\n            <\/a>\n                        <a class=\"format-links__item\" href=\"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/podcasts\/zukunftsperspektive-journalismus\/\">\n                                    <img decoding=\"async\" class=\"format-links__item__image\"\n                         src=\"https:\/\/einsteins.ku.de\/2026\/wp-content\/uploads\/2026\/06\/Podcast-54-300x300.jpg\" alt=\"\">\n                                <span class=\"format-links__item__text\">\n                                            <span class=\"format-links__item__kind\">Podcast<\/span>\n                                        Zukunftsperspektive Journalismus                <\/span>\n            <\/a>\n                <\/div>\n<\/aside>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>einsteins: Frau Prof. Dr. Sehl, wenn wir \u00fcber die Zukunft des Journalismus sprechen, sehen wir uns mit rasanten Entwicklungen konfrontiert. 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