Wer bei seinem Alberta-Trip Lake Louise besucht, sollte entweder die Gabe haben, sich unter vielen Menschen so richtig wohl zu fühlen, oder über ein unerschütterliches Potential an Toleranz verfügen (ganz nach dem Motto: ich kann es den anderen tausend Leuten nicht verübeln, daß sie hier sind, mir gefällt es ja auch ganz gut). Zu allererst muß man natürlich einen Parkplatz ergattern und das selbst in der Nachsaison, Ende September, ein nerviges Glücksspiel. Aber nicht verzagen, denn der milchig türkis-blau schimmernde Lake Louise mit dem riesigen Victoria-Gletscher auf der einen und dem riesigen Schloßhotel auf der anderen Seeseite, umrahmt von einer dramatischen Berglandschaft, entschädigt für so manche, auf dem Parkplatz gedrehte Runde.
Wenn man schon einmal hier ist, sollte man ruhig die kleine Wanderung hinauf zum Agnes Lake und dem urgemütlichen Teahouse machen. In Punkto Schönheit kann der See jederzeit mit dem Lake Louise mithalten und nimmt man sich Zeit einer der vielen Teesorten dort zu probieren (am besten auf der Veranda vor dem Haus, an urigen Holztischen mit Blick auf den See), dann ist der Rest der Welt schnell vergessen.
Nur zwölf Kilometer entfernt von Lake Louise befindet sich der Moraine Lake eine weitere Schönheit im Banff National Park.