Kanus ganz aus Birkenrinde

Zu Fuß konnten die Voyager etwa 15 bis 20 Meilen jeden Tag vorankommen. Mit einem Kanu dagegen waren es 60 bis 80 Meilen
- und dazu konnten sie Tonnen von Waren transportieren.
Das Birkenrindekanu war eine Erfindung der
Indianer dieser
Gegend: Es war sehr leicht, da die Außenhaut aus Birkenrinde
bestand, aber sehr belastbar. Die Kanus, die die Nordmänner,
die winterers also, auf den flachen, schnellfließenden Flüssen benutzen, waren etwa 25 Fuß
lang und konnten vier bis sechs Voyagers
befördern. Kanus für die Seen waren etwa 10 Fuß länger und konnten
auch bis zwölf Männer aus Montreal in den Norden bringen und zusätzlich
bis 8000 Pfund Fracht. Beide Kanutypen waren aus langen Rindenteilen
der Birke gemacht, mit Fichtenholz als Bootsrippen, mit Zedernplanken
ausgekleidet und stabilisiert.
Wasserdicht wurde das Kanu mit Pech.
So bauten die Indianer und später die Weißen die Boote ganz aus den
Materialien, die sie im Wald finden konnten, ohne einen Nagel oder
sonstige Dinge aus Metall. Denn Eisen oder ähnliches war den Indianern
ursprünglich unbekannt gewesen - sogar ihre Kochtöpfe waren aus
Birkenrinde hergestellt.
So nützlich die leichten Kanus waren,
unzerstörbar waren sie nicht. Oft verbrachten die Voyagers ihre Abende
damit, die Birkenrinde zu erneuern, bevor sie unter dem umgedrehten
Kanu die Nacht verbrachten.
Trapper in Minnesota: