Dopamin
und Serotonin: Wie die Glücksboten zusammenarbeiten
Was
wir erleben oder erleben wollen, wird vom limbischen System
(LS) und dem emotionalen Gedächtnis nach dem Lustprinzip
bewertet.
Verspricht
eine Tätigkeit - etwa das Essen eines leckeren Gerichts
- lustvoll und angenehm zu werden, dann wird im ventralen
tegmentalen Areal (VTA) Dopamin ausgeschüttet, in der
Grafik rechts dargestellt durch den orangefarbenen Pfeil.
Dieser
Stoff dockt an den Rezeptoren der präfrontalen Großhirnrinde
(PC) an, genauer an den Synapsen. Bis jetzt lief der Prozess
unbewusst ab, doch die Großhirnrinde ist Sitz unseres
Bewusstseins. (Die Synapsen wandeln
das Signal um es zu übertragen.)
Der
Glücksverheißung des Dopamins folgend, entscheiden
wir uns nun bewusst zum Essen. In der Illustration sichtbar
als blauer Kreis (A), der das Handeln, die Aktion symbolisiert.
"Dopamin ist der Treibstoff für unser Handeln",
sagt Hirnforscher Gerhard Roth.
Meldet
die Großhirnrinde, und damit unser Bewusstsein, nun
tatsächlich positive Erlebnisse - zum Beispiel den guten
Geschmack des Essens - an das VTA zurück, schließt
sich die sogenannte "ventrale Schleife".
Als
Folge wird Serotonin ausgeschüttet (rote Pfeile). Serotonin
wirkt beruhigend und befriedigend, es sorgt für Harmonie
und bringt uns schließlich zu der Erkenntnis: "Ich
bin glücklich."
Unterstützung erhält das Serotonin von Endorphin
und Enkephalin, die gleichzeitig ausgeschüttet werden
(grüne Pfeile). Diese Eiweiße sind körpereigene
Opiate. Sie docken wie Dopamin und Serotonin an den Rezeptoren
der Großhirnrinde an, bleiben dort aber viel länger
aktiv und können in Rauschzustände versetzen.
Die
Wirkung von Hormonen ist ganz ähnlich. Sie unterscheidet
sich in einem Punkt jedoch grundsätzlich. weiter
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